7. Die Entscheidung steht – Was ist aber bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung zu beachten?

Inhaltsverzeichnis - Krankenkassenvergleich private KV und gesetzliche KV

Zwar kann der Versicherungsnehmer mit einer privaten Krankenversicherung jede Menge an Beitragskosten sparen, nicht jedoch an Formalitäten. Wenn die Entscheidung endgültig feststeht und ein Wechsel in die private Krankenkasse gewünscht wird, kommt erstmal einiges auf den Versicherungsnehmer zu. So steht als erstes die Kündigung der derzeitigen Versicherung an. Dies zumindest denken die meisten Versicherungsnehmer. Als erstes kommt nämlich nicht die Kündigung, sondern die Suche nach einem Neuvertrag. An dieser Stelle empfiehlt es sich, einen ausführlichen Versicherungsvergleich, inklusive Beratung zu machen, oder direkt über einen Versicherungsmakler das passende Angebot auszuwählen. Wurde die passende Versicherungsgesellschaft gefunden, so geht es erst einmal an die Antragsstellung, welche in jedem Fall notwendig ist. Der Antrag auf eine private Krankenversicherung umfasst sämtliche persönliche Daten, wie zum Beispiel das Alter, den Berufsstand, das monatliche Einkommen, oder aber auch das Gewicht und die Größe. Gleichzeitig erfolgt die Beantwortung der notwendigen Gesundheitsfragen, welche ebenfalls dem Antrag angehören. Hier sollten in jedem Fall wahrheitsgemäße Angaben gemacht werden, denn Falschaussagen können sich im weiteren Verlauf sehr negativ auswirken und sogar bis zu einem Rechtsstreit führen. In einigen Fällen müssen die Gesundheitsfragen auch von dem persönlichen Hausarzt abgesegnet werden. Somit erhält die Versicherungsgesellschaft die Sicherheit, dass tatsächlich alle Antworten auf die Gesundheitsfragen der Wahrheit entsprechen. Neben den Gesundheitsfragen umfasst der Antrag auf die private Krankenversicherung im gleichen Zuge alle notwendigen Fragen zum gewünschten Tarif und somit zu den gewünschten Leistungen. Nachdem der Antrag für die private Krankenversicherung ausgefüllt wurde muss dieser bei der gewählten Versicherungsgesellschaft eingereicht werden, oder ggf. eingeschickt. Die Versicherungsgesellschaft wird nach Erhalt alle Daten prüfen. In Sonderfällen umfasst die Prüfung auch eine Bonitätsprüfung. Diese dient dazu, Zahlungsausfälle zu vermeiden.

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Der Antrag auf die private Krankenversicherung wird geprüft – Und was geschieht dann?

Nach erfolgreicher Prüfung des Versicherungsantrages folgt die Entscheidung. So erhält der Antragsteller entweder eine Ablehnung oder eine verbindliche Zusage. Sofern eine verbindliche Zusage erfolgt, kann der Antragsteller mit dieser zu seiner aktuellen Krankenversicherung gehen und diese kündigen. Für die Kündigung ist die verbindliche Zusage zwingend notwendig, ohne diese kann eine Kündigung nicht erfolgen. Die Kündigungsfrist beläuft sich in der Regel auf drei Monate. Die Neuversicherung bei der privaten Versicherungsgesellschaft sollte demnach auch erst für den Zeitraum nach Kündigung beantragt werden. In einigen Fällen übernimmt sogar die ausgewählte, neue private Krankenversicherung die Kündigung der alten Versicherung.

 

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Ist ein Rückwechsel in die gesetzliche Krankenversicherung jederzeit möglich oder gibt es auch hier wieder Formalitäten zu beachten?

Was passiert aber, wenn man plötzlich doch nicht so richtig mit der gewählten privaten Krankenversicherung zufrieden ist und gerne wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln möchte. An dieser Stelle können einem schnell einige Steine in den Weg gelegt werden, denn in der Regel ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung von der privaten Krankenversicherung alles andere als einfach. Oftmals ist es sogar überhaupt nicht möglich. Um in die gesetzliche Krankenversicherung zurück wechseln zu können muss das Einkommen plötzlich wieder geringer werden und unter die Versicherungspflichtgrenze fallen. Dies zumindest gilt für Arbeitnehmer. Selbstständige und Freiberufler haben in der Regel gar keine Chance, zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln, da diese sich freiwillig von der Versicherungspflicht befreit lassen haben. Oftmals können diese Personengruppen erst dann wieder wechseln, wenn die Selbstständigkeit aufgegeben wird, eine somit eintreffende Arbeitslosigkeit folgt oder ein Arbeitnehmerverhältnis aufgenommen wird, bei welche die Versicherungspflichtgrenze nicht überschritten wird. Noch problematischer wird es, wenn der Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt des gewünschten Wechsels von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung das 55. Lebensjahr bereits erreicht hat. Ist dies geschehen, so muss der Versicherungsnehmer zwangsweise in der privaten Krankenversicherung bleiben. Sollte die Beiträge jedoch zu hoch sein und kann sich der Versicherungsnehmer diese nicht mehr leisten und wünscht deshalb in die GKV zurück zu wechseln, so muss dieser in den Basistarif der Privatversicherung gehen, welcher sowohl an die Leistungen, als auch an die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung anlehnt.

 

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Was geschieht, wenn die private Krankenversicherung gewechselt werden soll? Gibt es hier irgendwelche Nachteile?

Und wie verhält es sich, wenn ein Versicherungsnehmer von einer Privatkasse in eine andere Privatkasse wechseln möchte? Dies ist in der Regel kein Problem. Hierzu müssen normalerweise nur die vertraglich geregelten Kündigungsfristen, welche zumeist drei Monate betragen, eingehalten werden. Allerdings sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass eine bereits angesparte Alterungsrückstellung selten mitgenommen werden kann. Falls es doch möglich ist, so oftmals nur in geringen Teilen. Die Alterungsrückstellung dient der Beitragsstabilität in höherem Alter. Wenn diese nun nicht mitgenommen werden kann, ist damit zu rechnen, dass die Beiträge in der neuen privaten Krankenversicherung höher angesetzt werden, da mit der Ansparung zur Alterungsrückstellung erneut begonnen werden muss. Alternativ hat der Versicherungsnehmer jedoch bereits im Voraus die Möglichkeit, sich vor solch einem Schaden zu schützen. Hierzu gibt es Zusatzversicherungen mittels dessen eine weitere Alterungsrückstellung aufgebaut werden kann, welche definitiv auf eine andere private Krankenversicherung übertragen werden kann.

 

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