3. Wie können Versicherungsnehmer ihre Beiträge günstiger gestalten?

Inhaltsverzeichnis - Krankenkassenvergleich private KV und gesetzliche KV

Um die Beiträge zur privaten Krankenversicherung günstiger zu gestalten gibt es zahlreiche Möglichkeiten. So können beispielsweise die unterschiedlichen Zusatzleistungen abgewählt werden. Versicherungsnehmer die beispielsweise keinen Wert auf ein Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus, oder auf eine Chefarztbehandlung legen können diese Leistungen abwählen. Ebenso können zum Beispiel Hausfrauen auf das Krankenhaus- und Krankentagegeld verzichten, dieses sollte lediglich von Selbstständigen gewählt werden. Arbeitnehmer können das Krankentagegeld ab dem Tag hinzu wählen, ab welchem die vertraglich geregelte Lohnfortzahlung des Arbeitgebers endet. Zu Gleich benötigt nicht jeder Versicherungsnehmer Heilpraktikerbehandlungen oder aber psychologische Behandlungen, sowie einen Leistungsschutz bei Kuraufenthalten. Zudem gibt es noch vielfältige weitere Leistungen die nach Belieben von dem Versicherungsnehmer abgewählt werden können, sofern diese als nicht notwendig betrachtet werden. Darüber hinaus wirkt sich der gewählte Selbstanteil auf die Höhe der monatlich zu entrichtenden Versicherungsbeiträge aus. Umso höher dieser gewählt wurde, desto niedriger sind die Versicherungsprämien. Allerdings sollte an dieser Stelle nicht nur darauf geachtet werden, dass die Beiträge so gering wie möglich gehalten sind, sondern dass der gewählte Selbstanteil auch tatsächlich zahlbar ist, sofern dies notwendig werden sollte.

 

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Auch Zuschüsse für die Versicherungsbeiträge bieten Sparpotenzial

Neben den vielfältigen Abwahlmöglichkeiten zur Beitragsreduzierung können die Versicherungsnehmer auch Zuschüsse zu ihrer privaten Krankenversicherung erhalten. So erhalten Arbeitnehmer generell einen Arbeitgeberzuschuss. Der Arbeitgeberzuschuss beträgt dabei maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Beitragshöhe. Maximal da es dennoch eine Höchstgrenze gibt. Diese liegt bei 257,25 Euro, welche der Arbeitgeber höchsten als Zuschuss zur privaten Krankenversicherung seiner Angestellten entrichten muss. Darüber hinaus zahlt der Arbeitgeber einen Höchstzuschuss von 35,83 Euro, welche der privaten Pflegepflichtversicherung zu Gute kommt. Dieser Zuschuss muss sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für dessen Familienangehörige entrichtet werden. Der Zuschuss wird selbstverständlich nur dann entrichtet, wenn der Arbeitnehmer auch tatsächlich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit ist.

 

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Wo erhalten Studenten ihre Zuschüsse zum Beitrag für die private Krankenversicherung?

Studenten haben die Möglichkeit einen geringen Zuschuss durch das zuständige BaFöG-Amt zu erhalten. Hierfür muss im Voraus ein hierfür vorgesehener Antrag ausgefüllt werden. Sofern dieser bewilligt wird zahlt das Bafög Amt dem Studenten einen Zuschuss in Höhe von 55 Euro. Dabei entfallen 47 Euro auf die Krankenversicherung und die restlichen 8 Euro auf die Pflegepflichtversicherung. Um diesen Zuschuss auch tatsächlich zu erhalten muss eine BaFöG-Berechtigung des Studenten vorliegen. Im Übrigen wird dieser Zuschuss, in dieser Höhe, nicht nur Studenten mit einer privaten Krankenversicherung gewährt, sondern auch Studenten mit einer gesetzlichen Krankenversicherung.

 

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Bekommen auch Künstler, Journalisten und andere Publizisten einen Zuschuss für ihre private Krankenversicherung und was sollte dabei unbedingt beachtet werden?

Etwas komplizierter wird es bei den Zuschussmöglichkeiten für Künstler, Journalisten und Publizisten. Diese haben die Möglichkeit, eine Förderung durch die Künstlersozialkasse zu erhalten. Um allerdings einen Zuschuss für die private Krankenversicherung zu bekommen, muss diese bereits vor Eintritt in die Künstlersozialkasse abgeschlossen wurden sein. Erfolgt der Antrag auf Aufnahme in die Künstlersozialkasse jedoch vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung, so wird der Künstler, Journalist oder Publizist automatisch wieder versicherungspflichtig, es sei denn, die Versicherungspflichtgrenze wird überschritten. Die Höhe des Zuschusses zur privaten Krankenversicherung wird dabei einkommensabhängig berechnet und beträgt 7 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens. Verdient der Künstler oder Publizist beispielsweise monatlich 1.800 Euro, so erhält dieser einen Zuschuss in Höhe von 126 Euro zu seiner privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Dennoch gilt auch hier eine klare Grenze, so übernimmt die Künstlersozialkasse maximal die Hälfte des Beitrages zur privaten Krankenversicherung.

 

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Was erhalten Beamte für Zuschüsse für ihre private Krankenversicherung? Gibt es überhaupt Anlaufstellen?

Auch in Bezug auf die private Beamten-Krankenversicherung sind die Zuschussmöglichkeiten etwas komplexer. So erhalten Beamten generell einen Zuschuss zu ihren Krankheitskosten von ihrem Dienstherren. Das heißt allerdings nicht, dass ein Zuschuss zu der Krankenversicherung gezahlt wird. Die Versicherungsprämien zur Krankenversicherung müssen von Beamten grundsätzlich eigenständig entrichtet werden. Die Zuschüsse zu den Krankheitskosten werden von dem Dienstherren nur dann gezahlt, wenn diese auch notwendig sind, wie zum Beispiel während einer Erkrankung oder eines Krankenhausaufenthaltes. In solch einem Fall muss oftmals ein Antrag gestellt werden, da die Kosten nur unter bestimmten Voraussetzungen, ab einer Gesamtsumme von 200 Euro, erstattet werden. Allerdings werden die Krankheitskosten nicht im Ganzen von dem Dienstherren übernommen. Die Höhe der Beihilfe für die Gesundheitskosten richtet sich nach dem jeweiligen Bundesland und wird prozentual berechnet. Die Beihilfe zu den Gesundheitskosten gilt allerdings nicht nur für die Beamten selber, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch für dessen Familienangehörige. Durch die teilweise Übernahme der Krankheitskosten benötigt der Beamte in der Regel keine Krankenvollversicherung. Die privaten Krankenversicherer haben diesbezüglich spezielle Beamtentarife eingeführt, welche ausschließlich die Kosten abdecken, welche der Dienstherr nicht übernimmt. Somit ist die private Krankenversicherung für Beamte im Normalfall für sehr günstige Versicherungsprämien erhältlich.

 

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Selbstständige und Freiberufler gehen leider leer aus – Oder etwa doch nicht?

Selbstständige und Freiberufler erhalten grundsätzlich keine Zuschüsse für ihre Versicherungsprämien. Allerdings stehen an dieser Stelle vor allem für Neuselbstständige sehr günstige Tarife, die sogenannten „Start“-Tarife, zur Verfügung. Diese sind mit allen notwendigen Leistungen ausgestattet, in der Beitragsgestaltung allerdings sehr zu Gunsten des Versicherungsnehmers optimiert. Wem dies dennoch nicht genug ist, der kann seine Beiträge zur privaten Krankenversicherung, sowie die Eigenanteile von der Steuer absetzen lassen, worauf in Punkt 4 noch einmal genauer eingegangen wird.

 

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Stehen auch Arbeitslosen Zuschüsse zur privaten Krankenversicherung zu?

Arbeitslose erhalten generell den kompletten Beitrag zur privaten Krankenversicherung erstattet. Dies trifft ausschließlich dann nicht zu, wenn der Zutritt zur Privatkasse bereits vor einem Leistungsbezug stattfindet. Allerdings kann das jeweils zuständige Amt des Versicherungsnehmers diesen dazu drängen, in einen günstigeren Tarif zu wechseln, beispielsweise in den Basistarif, sofern dieser günstiger ist als der bisherige Tarif.

 

 

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